Was Sie beim Grundstückskauf beachten sollten

Planung zum Grundstückskauf

Damit der Kauf des ersten eigenen Grundstücks frei von bösen Überraschungen bleibt, haben wir für Sie eine Checkliste zusammen gestellt, welche die wichtigsten Punkte die es beim Grundstückskauf zu  beachten gilt, zusammenfasst.

Bevor die Grundstückssuche beginnen kann, sollten Sie sich über die gewünschte Grundstücksgröße und das vorhandene Budget im klaren sein.  Gepaart mit einer groben Vorstellung über die Region ergibt sich ein erster Suchradius. Beliebte Suchportale wie http://www.willhaben.at oder http://www.immobilienscout24.at bieten eine Fülle an Grundstücksangeboten. 

Wer auf ein Schnäppchen oder einen absoluten Geheimtipp aus ist, wirft am besten einen Blick in die Sozialen Medien. Dort werden in diversen geschlossenen Gruppen echte Schmuckstücke gehandelt.

Ist das Objekt der Wahl erst mal gefunden, gilt es einiges zu beachten:

  • Allgemeine Einschränkungen

Vorab sollte die Frage, ob die Widmung für das Bauvorhaben ausreicht, keine Bausperrzone vorhanden und auch keine anderwertigen Einschränkungen seitens Land oder Gemeinde vorliegen, geklärt werden.

  • Infrastruktur

Auskunft über vorhandene Infrastruktur wie Strom, Wasser, Kanal, Telefon und Internet geben der Grundstücksbesitzer, die Gemeinde und die jeweiligen Versorger.

  • Zufahrt

 Es sollte geklärt werden, ob für die Liegenschaft eine ausreichende Zufahrt vorhanden , und die entsprechenden Genehmigungen zur lebenslangen Benützung der selben vorhanden sind (Servitutsrecht).

  • Gefälle

 Während eine Hanglage einen  attraktiven Bauplatz darstellen kann, ist meistens mit erhöhten Baukosten zu rechenen. Oftmals führt aus statischen Gründen kein Weg an der Errichtung eines Kellers vorbei. Dieser schlägt mit doppelt bis dreifachen Errichtungskosten gegenüber einer herkömlichen Bodenplatte zu buche. Auf jeden Fall sollte bei Hanglagen vorab ein Bodengutachten eingeholt werden.

  • Altlasten

Ein Blick ins Grundbuch gibt Aufschluss über etwaige Belastungen durch eine Hypothek des Vorbesitzers. Im Falle eines Kaufes  muss das Grundschtück dann über ein notarielles Treuhandkonto lastenfrei gestellt werden.  Über etwaige Vorbelastungen des Grund und Bodens gibt ein Blick in das Verdachtsflächenkataster (oder Altlastenkataster) der Gemeinde aufschluss. Darüber hinaus kann auch ein Gespräch mit langansessigen Nachbarn über die frühere Verwendung des Grundstücks wertvolle Hinweise liefern. 

  • Versickerung und Raumplaner

Zu guter letzt kann auch ein vorab eingeholtes Versickerungsgutachten helfen, böse Überraschungen zu vermeiden. Wenn möglich empfiehlt sich auch ein Gespräch mit dem Stadtbauamt und/oder Raumplaner über das geplante Bauvorhaben um unliebsame und teure Verzögerungen im Genehmigungsprozess zu vermeiden.

Mit dieser  Guideline können grobe Ausrutscher beim Grundstückskauf vermieden werden. Natürlich ist jede Kaufsituation unterschiedlich.  Im Zweifelsfall raten wir, den Makler, Sachverständigen oder Notar Ihres Vertrauens heranzuziehen, der Ihre individuelle Situation einschätzen kann. 

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